Das Jenische - Moritat von unserer Diana aus Landau ....

Diana, eines unserer Mitglieder aus Landau in der Süd-Pfalz
bringt immer wieder die allerschönsten und treffendsten Texte zustande,
die wir euch nicht vorenthalten wollen ....

Für dieses sehr gelungene Werk möchten wir uns an dieser Stelle auch audrücklich bei unserer Diana bedanken ....

 

> J e n i s c h e s - M o r i t a t <

Nach Gliederung und das mit Zwang,
warfen die Henker, ihr Netz zum Fang.

In Sammellager wurden Jenische-Zigeuner gesteckt,
für das KZ bereit, hinter Stachelzaun versteckt.

Dort öffnete die Hölle ihre Augenlieder,
zum Abschied sang der Sensemann,
unsere Wiegenlieder.

In Zügen,
wurden sie zum Tod kutschiert,
als Zahl ohne Namen, Exekutiert.

Nach Beendigung des Wahnsinns nun,
ließen sie uns auch nicht wirklich Ruh‘n.

Ist ja die Destruierung fehlgeschlagen,
nun mussten die Repräsentanten der Gesellschaft,
uns mit anderen Mitteln plagen.

Befördert wurden wir in Ruinen jetzt,
wer wurde nicht alles auf uns gehetzt.

So ist das Leben,
in Baracken,
am Rande der Stadt,
seht,
dies ist die Wahrheit,
das Jenische Moritat.

Sie brachten für viele,
nicht Zigeuner Geld,
die Lagerfeuerkinder dieser Welt.

Zum Lohn,
die Schmutzzulage drauf gesetzt,
geheim bleibt es, das ist ihr Gesetz.

Jene wollen es nicht sagen,
dass diese Kinder sauber waren.

Sozial Erzieh‘n,
weil Asozial,
ihre Sonderzulage dazu,
die ist Genial.

Die Wahrheit darf man so nicht sehn,
sonst müssten diese "Arbeiter ",
ohne Zulage, nach Hause geh‘n.

Wer waren diese Menschen,
die für Geld hielten auf,
ihre beiden Händchen?

Schaurig erklingt das Wort,
Wissenschaft in unseren Ohren,
die musste an unseren Seelen bohren.

Sie fing mit unseren Kindern an,
was hat sie nicht alles mit ihnen getan!

Weggenommen,
in Heime entführt,
ihr Leiden genossen,
barbarisches zugeführt.

Seelenräuber ihr schlechten,
hattet ihr ja, die Genehmigung der Rechten.

Neben euch,
arbeiten im Getto,
seltsame Pädagogen,
nicht‘s haben sie, außer gelogen.

Woher wohl kamen,
ihre neuen Wagen,
darüber stellte,
keiner Fragen.

Bewusst,
standen bizarre Sozialarbeiter,
an unserer Pforte,
die wollten ebenso ein Stück,
von dieser außergewöhnlichen Torte.

Derlei viele,
sind und waren am Schaffen,
und jeder wollte für sich,
ein Stückchen raffen.

Gesponnen haben sie,
ein Netz ums Geld,
vertuscht den Betrug,
unter ihrem Intrigenzelt.

Gnade dir Gott,
es gibt die Zulage nicht,
dann schlagen sie zu,
dem Zigeunerkind,
mitten ins Gesicht

Es wurde mit der Zeit,
so manche Baracken abgerissen,
nicht nur die Häuserbauer,
wollten dort ihre Fahne hissen.

Teuer die Miete,
immer mehr entrichten,
die Lagerfeuer raus,
man muss sie vernichten.

Die Bauwerke,
kann man wohl verkaufen bald,
denkt ihr?
steckt die Jenischen- Zigeuner doch,
zurück in den Wald.

Von Arbeit,
brauchen wir nicht wirklich zu Reden,
denn Gewisse,
wollt ihr Impresarios,
uns noch nicht mal geben.

Wissend,
Namenkunde wird unter euch betrieben,
von Vorneherein,
wir abgeschrieben.

Nein,
ihr braucht euch nicht zu Wehren,
zu viele von uns,
können noch ganz andere Abläufe beschwören.

Was war hier in diesem Spiel,
für die Jenischen - Zigeuner der Fall,
nun,
man brachte aus Gier und Hass,
sie noch mehr zu Fall.

Ausgenutzt,
sonst nichts gebracht,
höchstens,
an euch selbst gedacht.

Hilfe präsentieren,
den Ruhm dazu,
noch kassieren.

Wer,
blieb wieder mit nichts zurück,
die Lagerfeuerkinder,
das ist Verrückt.

Ja,
so Real,
so ist die Welt,
für die Feuerkinder,
unterm Himmelszelt.

Und doch,
hat alles Schaffen,
euch nichts genützt,
denn unser größtes Geheimnis,
haben wir vor euch beschützt.

Zum Schluss,
vergessen wir das Mahnmal nicht,
auf dem, das Angesicht,
unserer Zigeuner-Toden ist.

Vergessen diese große Gegenkämpfer wohl,
es ist ein Grabstein,
für alle Zigeuner- Völker,
und kein Thron.

Nun,
Merke dir,
mein Feuerkind,
weil diese Verse
Wahrheit sind.

Um dich ist zu Gange,
die pure List,
wenn du ein Feuerkindel bist.

All diese Intriganten,
haben Jenisches- Blut geleckt,
wir hoffen,
es hat euch zu mindestens,
geschmeckt.

 

Wir bedanken uns bei unserer Diana aus Landau in der Pfalz
für dieses sehr gelungene Werk.

Besser kann man es nicht ausdrücken ....