zur Geburt von Charlotte Caroline

zur Geburt von Charlotte Caroline

Am 2. März 2012, morgens um 2:37 Uhr,
erblickt Charlotte Caroline das Licht der Welt.
Sie wiegt 3500g und ist 54cm groß.


Charlotte Caroline ist das erste Baby
unseres Leiters der Hauptstadtvertretung, Landesbüro Ost
und Vizesekretärs im "Sekretariat des Vorsitzenden" des B/J/D im J/B/i/D e.V.
Stefan Hohnstein und seiner Frau Jennifer.

Der Bundesrat der Jenischen Deutschlands gratuliert Euch,
im Namen des Vereins und aller Mitglieder, sehr herzlich
zur Geburt von Charlotte Caroline.


Wir freuen uns mit Euch und wünschen Euch von Herzen alles Gute.


Stefan Hohnstein heiratet am heutigen Samstag.

Stefan Hohnstein, unser Leiter der Hauptstadtvertretung des B/J/D im J/B/i/D e.V. heiratet am heutigen Samstag, dem 3. September 2011.

Wir gratulieren dem Hochzeitspaar und wünschen Euch einen wunderschönen Tag im Kreise Eurer Lieben und einen guten Start ins Glück zu Zweit...

 


Alterspräsident der Bundes-Vollversammlung hat Geburtstag!

Gratulation! Unser Alterspräsident der Bundes-Vollversammlung des J/B/i/D e.V. hat am Montag, dem 02. Juni 2008 Geburtstag! Der Bundesverband und alle Landes- und Mitgliedsverbändedes J/B/i/D e.V. gratulieren auf das Herzlichste ....

Albert Prison geb am 02.06.1950 in Köln geboren, aufgewachsen in Düren und Hamborn mit seinem Bruder Peter Prison bei seinen Eltern Michel und Gertrud Prison. Aber wie es bei uns „Reisenden“ nun mal so ist musste er den Eltern im Geschäft helfen und war nie lange an einem Ort. Auch wenn sie mal daheim waren hielt es Ihn dort nicht, ob mit seinem Couseng und Rad oder mit dem Moped im hohen Schnee von Düren (mit Zwischenstopp in Köln) nach Duisburg kam er immer wenn er wollte.

Ob sein langjähriger Begleiter, sein Tschuggel „Raklo“ da auch mit dabei war!? 1973 heiratete er, erstes Ergebnis: Sohn Klaus. 1974 kamen dann Michael und 1977 die Maria (Vors. in NRW) zur Welt 1985 kam dann auch die letzte, die Margarethe, genannt „Micky“ dazu und der „Prison-Clan“ war komplett.

Heute sind es bereits 7 Enkelkinder die Ihren Großvater immer gerne besuchen und den vielen Geschichten aus seinen, nicht immer leichten, Leben zu lauschen denn als Schrotthändler, Scherenschleifer, Korbmacher usw., den vielen Aufenthalten aus unzähligen Standplätzen und den nicht gerade wenigen feiern die unser Albert in seinen 58 Jahren bisher doch immer gerne mitmachte hat sich so einiges zugetragen das auch den „Galme“ von heute so manches Mal als Wegweiser dienen sollte.

Wir gratulieren unserem Albert Prison der seit Ende 2006 auch als Alterspräsident der Bundes-Vollversammlung des J/B/i/D e.V. immer wieder mit Herz und Blut für unseren Verband wirbt, aus das Herzlichste und hoffen Ihn noch lange Jahre in unseren Reihen begrüßen zu können.

Im Namen und für den J/B/i/D e.V.

Timo Adam Wagner
General-Sekretär


Alles Gute zum 60. Israel - der J/B/i/D e.V. gratuliert!

Der Jenische Bund in Deutschland e.V. gratuliert im Namen der Jenischen unseren jüdischen Freunden zu Ihrem Jubiläum ... 60 Jahre Israel, seit 60 Jahren hat ein Volk das wie wir auch auf eine ewig währende Verfolgungsgeschichte zurückblicken muss endlich eine Heimat!

Eine Heimat die Ihnen der Eine Gott selbst versprochen hat ...

Israel kann seit seiner Gründung am 14. Mai 1948 auf sehr viele und wirklich bedeutende Errungenschaften in einer Vielzahl von Bereichen verweisen. Vor allem durch den Aufbau eines vitalen demokratischen, pluralistischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens ist unter schwierigen Bedingungen eine anhaltende blühende Zukunft für alle Bürger des Staates Israel und die Juden dieser Welt gesichert.

Mazal Tov – Israel -Merkel spricht vor der Knesset!

In der Rede vor der Knesset hat sich nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zur "immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe" bekannt." Die Narben der Vergangenheit heilten nicht innerhalb von zwei Generationen". Es war die erste Rede eines ausländischen Regierungschefs vor dem israelischen Parlament überhaupt. Bevor Merkel sprach, sagte Dalia Itzik, die Präsidentin der Knesset, in einer sehr emotionalen Rede:

Die Shoah ist immer in unserem Leben ...

Oft frage ich mich: Was wäre passiert mit dem jüdischen Volk, wenn die deutschen Mörder die Menschen nicht ins Gas geschickt hätten".... Die Kanzlerin wandte sich auf Deutsch an die Abgeordneten. Aber bevor sie das tat, bedankte sie sich auf Hebräisch, dass sie im israelischen Parlamet sprechen dürfe.

Oben auf das Bild oder hier klicken, um die Rede Merkels als mp3-File anzuhören!

 

Merkel sprach über die “im deutschen Namen verübten Massenmorde an sechs Millionen Juden” und das unbeschreibliche Leid, dass Deutschland über das jüdische Volk, über Europa und die Welt gebracht habe.

"Die Shoah erfüllt uns Deutsche mit Scham."

Ich verneige mich vor den Opfern. Ich verneige mich vor den Überlebenden und vor all denen, die ihnen geholfen ha­ben, dass sie überleben konnten.

Sicherheit Israels niemals verhandelbar ..

"Vor der Knesset machte sie unmissverständlich klar:"Die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundes­kanzlerin niemals verhandelbar"!

Oben auf das Bild oder hier klicken , um die Rede Merkels als Video anzuschauen

Die Rede von Kanzlerin Merkel vor der Knesset in Israel:

Sehr geehrter Herr Staatspräsident,
sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrter Herr Premierminister,
sehr geehrte Frau Präsidentin des Obersten Gerichtshofes,
sehr geehrte Mitglieder der Knesset,
sehr geehrte Damen und Herren,

Frau Präsidentin, anni modda lachem sche nittan li le-dabber ellechem kaan be-bait mechubad se. Se kawwod gadol awurri.

(Ich danke Ihnen, hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich empfinde dies als eine große Ehre.)

Ich danke allen Abgeordneten der Knesset dafür. Ich danke allen, dass ich in meiner Muttersprache heute zu Ihnen sprechen darf. Ich spreche zu Ihnen in einem besonderen Jahr. Denn in diesem Jahr 2008 feiern Sie den 60. Jahrestag der Gründung Ihres Staates, des Staates Israel.

Deutschland und Israel sind und bleiben und zwar für immer auf besondere Weise durch die Erinnerung an die Shoah verbunden. Genau deshalb haben wir die ersten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen gestern mit dem Gedenken in Yad Vashem begonnen.

Der im deutschen Namen verübte Massenmord an sechs Millionen Juden hat unbeschreibliches Leid über das jüdische Volk, über Europa und die Welt gebracht. Die Shoah erfüllt uns Deutsche mit Scham. Ich verneige mich vor den Opfern, ich
verneige mich vor den Überlebenden und vor all denen, die ihnen geholfen haben, dass sie überleben konnten.

Der Zivilisationsbruch durch die Shoah ist beispiellos. Er hat bis heute Wunden hinterlassen. Er schien Beziehungen zwischen Israel und Deutschland zunächst geradezu unmöglich zu machen. In den israelischen Pässen stand lange Zeit der Satz: "Gilt für alle Länder mit Ausnahme Deutschlands."

Umgekehrt habe ich selbst die ersten 35 Jahre meines Lebens in einem Teil Deutschlands, in der DDR, gelebt, der den Nationalsozialismus als westdeutsches Problem betrachtete. Auch den Staat Israel hat die DDR bis kurz vor ihrem Ende nicht anerkannt. Es dauerte über 40 Jahre, bis sich ganz Deutschland sowohl zu seiner historischen Verantwortung als auch zum Staat Israel bekennen konnte.

Ich bin zutiefst davon überzeugt: Nur wenn sich Deutschland zu seiner immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe in der deutschen Geschichte bekennt, können wir die Zukunft menschlich gestalten. Oder anders gesagt: Menschlichkeit erwächst aus der Verantwortung für die Vergangenheit.

Wir sagen oft: Deutschland und Israel verbinden besondere, einzigartige Beziehungen. Was aber ist damit genau gemeint einzigartige Beziehungen? Ist sich gerade mein Land dieser Worte bewusst und zwar nicht nur in Reden und Festveranstaltungen, sondern dann, wenn es darauf ankommt?

Wie gehen wir zum Beispiel ganz konkret damit um, wenn die Gräueltaten des Nationalsozialismus relativiert werden? Hierauf kann es nur eine Antwort geben: Jedem Versuch dazu muss im Ansatz entgegengetreten werden. Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dürfen in Deutschland und in Europa nie wieder Fuß fassen, und zwar weil alles andere uns insgesamt die deutsche Gesellschaft, das europäische Gemeinwesen, die demokratische Grundordnung unserer Länder gefährden würde.

Oder wie gehen wir damit um, wenn in Umfragen eine deutliche Mehrheit der Befragten in Europa sagt, die größere Bedrohung für die Welt gehe von Israel aus und nicht etwa vom Iran? Schrecken wir Politiker in Europa dann aus Furcht vor dieser öffentlichen Meinung davor zurück, den Iran mit weiteren und schärferen Sanktionen zum Stopp seines Nuklearprogramms zu bewegen? Nein, wie unbequem es auch sein mag, genau das dürfen wir nicht. Denn täten wir das, dann hätten wir weder unsere historische Verantwortung verstanden noch ein Bewusstsein für die Herausforderungen unserer Zeit entwickelt.

Beides wäre fatal!

Genauso fatal wäre es, wenn wir die Frage ausblenden würden, wie wir die Erinnerung an die Shoah wach halten können, wenn eines Tages keine Zeitzeugen der Shoah mehr am Leben sein werden. Ja, es ist wahr: Orte des Gedenkens sind wichtig Orte wie das Holocaust-Mahnmal in Berlin oder Yad Vashem. Sie halten die Erinnerung wach. Aber wahr ist auch: Orte allein reichen noch nicht aus, wenn Erinnerung Geschichte wird. Erinnerung muss sich immer wieder neu bewähren. Aus Gedanken müssen Worte werden und aus Worten Taten.

Der erste Premierminister Ihres Landes, David Ben Gurion, und der erste Bundeskanzler meines Landes, Konrad Adenauer, haben uns genau das vorgemacht. Deshalb war es mir wichtig, am Sonntag in den Kibbuz Sde Boker zu fahren und dort am Grab von Ben Gurion einen Kranz niederzulegen. Denn es waren Ben Gurion und Adenauer, die den Gedanken Worte, den Worten Taten folgen ließen. Sie legten mit Vorsicht und Weitsicht die Grundlage für die Beziehungen zwischen unseren Staaten.

Heute ist es an uns, an meiner Generation, zusammen mit der jungen Generation das Bewusstsein für eine Erinnerungskultur zu wecken eine Erinnerungskultur, die auch dann trägt, wenn die Überlebenden der Shoah nicht mehr unter uns sein werden. Natürlich gibt es dafür kein Patentrezept. Aber diese Herausforderung zu erkennen und sie anzunehmen genau das ist der erste entscheidende Schritt, um zusammen mit der Jugend kreative Wege für eine Erinnerungskultur der Zukunft zu entwickeln, und zwar in Israel und in Deutschland gemeinsam.

Helfen kann uns dabei eine Kraft, die uns auch in den vergangenen Jahrzehnten geholfen hat: Es ist die Kraft zu vertrauen. Diese Kraft zu vertrauen hat ihren Ursprung in den Werten, die wir, Deutschland und Israel, gemeinsam teilen: den Werten von Freiheit, Demokratie und der Achtung der Menschenwürde. Sie ist das kostbarste Gut, das wir haben: die unveräußerliche und unteilbare Würde jedes einzelnen Menschen ungeachtet seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Sprache, seines Glaubens, seiner Heimat und Herkunft.

Das Bewusstsein für die historische Verantwortung und das Eintreten für unsere gemeinsamen Werte das bildet das Fundament der deutsch-israelischen Beziehungen von ihren Anfängen bis heute. Heute nun leben wir, die Deutschen wie die Israelis, wie alle Völker dieser Welt in einer Zeit mit gewaltigen Umbrüchen. Das Gefüge der Welt verändert sich. Die Vernetzung von Staaten, Wirtschaft und Gesellschaften erreicht ein bisher unbekanntes Ausmaß. Viele Menschen haben Angst vor dieser Entwicklung. Sie spüren: Das Zusammenleben der Nationen, der Religionen und Kulturen gehört zu den großen, alles überragenden Themen der Gegenwart. Großartige Perspektiven stehen dicht neben erheblichen Risiken. Das ist Globalisierung.

Es ist meine feste Überzeugung: Angesichts dieser bahnbrechenden globalen Entwicklung brauchen wir über nationale Grenzen hinweg ein globales, ein gemeinsames Bewusstsein für die zentralen Herausforderungen unserer Welt den fairen Anteil aller am Wohlstand, den Schutz des Klimas, den Kampf gegen die neuen Bedrohungen durch Terror und Massenvernichtungswaffen. Aber wir brauchen dieses Bewusstsein nicht nur dafür, die Herausforderungen zu erkennen, sondern wir brauchen es, um die Herausforderungen zu meistern. Das geht heute in vielen Bereichen kaum noch allein, sondern nur noch im Miteinander von Staaten, und zwar solchen Staaten, die als Partner durch Werte und Interessen verbunden sind.

Für mich steht außer Frage: Israel und Deutschland, Israel und Europa sind solche Partner verbunden durch gemeinsame Werte, verbunden durch gemeinsame Herausforderungen und verbunden durch gemeinsame Interessen. Denn Stabilität, wirtschaftliche Prosperität, Sicherheit und Frieden in Europa wie in dieser Region sind in unserem beiderseitigen Interesse.

Genau in diesem Bewusstsein haben wir mit den ersten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ein neues Kapitel in der Geschichte der Beziehungen unserer beiden Staaten aufgeschlagen. Genau in diesem Bewusstsein haben wir ein ganzes Bündel von Projekten und Vorhaben verabschiedet in der Außen- und Verteidigungspolitik, im Bereich der Wirtschaft, für den Austausch der Jugend, in der Zusammenarbeit von Justiz und im Umweltschutz und nicht zuletzt auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung.

Es ist keine Übertreibung, wenn wir feststellen: Die Beziehungen unserer beiden Länder sind ausgezeichnet. Aber wir wollen diese Verbindungen und das Vertrauen zwischen unseren Völkern noch weiter stärken. Wir wollen unsere Partnerschaft noch weiter festigen:

Über alle diese und weitere Zukunftsprojekte und Vorhaben haben wir gestern beraten. Aber alle diese Projekte spielen sich nicht im luftleeren Raum ab. Denn während wir beraten haben, ist Israel bedroht. Während wir hier sprechen, leben Tausende von Menschen in Angst und Schrecken vor Raketenangriffen und Terror der Hamas. Ich sage klar und unmissverständlich: Die Kassam-Angriffe der Hamas müssen aufhören. Terrorangriffe sind ein Verbrechen. Sie bringen keine Lösung in dem Konflikt, der die Region und das tägliche Leben der Menschen in Israel und das Leben der Menschen in den palästinensischen Autonomiegebieten überschattet.

Ich habe wiederholt zum Ausdruck gebracht und sage es auch hier: Deutschland tritt entschieden für die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein für das jüdische Volk in Israel und das palästinensische in Palästina. Nachdrücklich unterstützen wir deshalb in der Folge der Annapolis-Konferenz alle Bemühungen insbesondere auch die der amerikanischen Regierung , die dazu beitragen, diese Vision in die Tat umzusetzen und die helfen, Frieden in der Region herzustellen.

Ich weiß sehr wohl: Sie brauchen keine ungebetenen Ratschläge von außen und schon gar nicht von oben herab. Eine Lösung kann am Ende nur durch Sie hier in Israel und die Palästinenser selbst erfolgen. Aber Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft will ich Ihnen und Ihren Verhandlungspartnern auf palästinensischer Seite, vorneweg Präsident Abbas, ausdrücklich anbieten. Denn wir wissen, dass es zur Umsetzung der Vision von zwei Staaten Kompromisse bedarf, die von allen Seiten akzeptiert werden. Es bedarf auch der Kraft zu schmerzhaften Zugeständnissen.

Wir wissen, dass es nicht nur im Interesse der Region hier ist, diesen schwierigen Prozess zum Erfolg zu führen, sondern in unser aller Interesse. Denn Instabilität hier bleibt auch für uns in Deutschland und Europa nicht ohne Folgen. So birgt gerade auch die Lage im Libanon große Unsicherheit. Deutschland unterstützt die Bemühungen der Arabischen Liga, um die Krise dort zu lösen. Das aber wird nur gehen, wenn auch Syrien die legitime Regierung des Libanon endlich anerkennt und einen konstruktiven Beitrag zur Lösung der Krise leistet. Dazu fordere ich Syrien auch von dieser Stelle aus auf.

Besonderen Anlass zur Sorge geben ohne Zweifel die Drohungen, die der iranische Präsident gegen Israel und das jüdische Volk richtet. Seine wiederholten Schmähungen und das iranische Nuklearprogramm sind eine Gefahr für Frieden und Sicherheit.

Wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, dann hätte das verheerende Folgen zuerst und vor allem für die Sicherheit und Existenz Israels, dann für die gesamte Region und schließlich, weit darüber hinaus, für alle in Europa und der Welt, für alle, denen die Werte Freiheit, Demokratie und Menschenwürde etwas bedeuten.

Das muss verhindert werden!

Dabei muss eines klar sein ich habe es bereits vor den Vereinten Nationen im vergangenen September gesagt und ich wiederhole es heute: Nicht die Welt muss Iran beweisen, dass Iran die Atombombe baut; der Iran muss die Welt überzeugen, dass er die Atombombe nicht will.

Gerade an dieser Stelle sage ich ausdrücklich: Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes.

Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar!

Und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung wird sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen.

Die vor wenigen Tagen verabschiedete neue Resolution des UN-Sicherheitsrates hat die Entschlossenheit und die Geschlossenheit der internationalen Gemeinschaft erneut unter Beweis gestellt. Die internationale Gemeinschaft wird und muss diesen Weg fortsetzen. Ich werde mich auch in der Europäischen Union für eine klare Haltung einsetzen. Für mich ist es wichtig, dass Israel über die Mittelmeerkooperation der Europäischen Union und die europäische Nachbarschaftspolitik eng mit der Europäischen Union verbunden ist. Diese Verbindung können und werden wir weiter intensivieren.

Ich sagte es: Israel und Europa sind durch gemeinsame Werte, Herausforderungen und Interessen verbunden. Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die von Israelgewünschte stärkere Annäherung an die Europäische Union. Sie wäre für beide Seiten ein Gewinn. Sie böte eine Vielzahl neuer Chancen.

Frau Präsidentin, in der Geschichte ihres Kontinents haben die Europäer erfahren: Frieden ist auch nach Jahrhunderten gewalttätiger Auseinandersetzungen möglich. Insbesondere wir Deutsche haben durch das Wunder des Mauerfalls und der Wiedervereinigung erlebt: Auch nach Jahrzehnten, wenn schon viele den Gedanken daran verloren haben, können sich tiefgreifende politische Veränderungen ergeben.

Ich könnte heute nicht vor Ihnen stehen und ich könnte heute nicht als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist, zu Ihnen sprechen, wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg in der damaligen Bundesrepublik nicht Politiker wie Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl gegeben hätte. Sie haben an die Kraft der Freiheit, an die Kraft der Demokratie und an die Kraft der Menschenwürde geglaubt. Sie haben es so vermocht, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen: die Vollendung der Einheit Deutschlands in Frieden und Freiheit und damit die Versöhnung des europäischen Kontinents. Aus der Erfahrung, dass das Unmögliche möglich werden kann, können wir die Entschlossenheit und die Zuversicht schöpfen, dass sich auch jede Anstrengung lohnt, die den Nahen Osten einen großen Schritt näher zu einem friedlichen Miteinander bringt. Oder um es mit den bekannten Worten von David Ben Gurion zu sagen: "Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist." Wenn wir heute, zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel, auf die deutsch-israelischen Beziehungen schauen, dann wissen wir: Sein Satz hat ich als ebenso realistisch
wie richtig erwiesen.

Ja, es sind besondere, einzigartige Beziehungen mit immerwährender Verantwortung für die Vergangenheit, mit gemeinsamen Werten, mit gegenseitigem Vertrauen, mit großer Solidarität füreinander und mit vereinter Zuversicht. In diesem Geist feiern wir das heutige Jubiläum. In diesem Geist wird Deutschland Israel nie allein lassen, sondern treuer Partner und Freund sein.

Masal-tov le-chaggigot schischim schanna le medinnat Issrael.

Shalom.

"Kinder Israels" - unter diesem Motto wird am 14. Mai 2008 ..

.. nun endlich weltweit der 60. Geburtstag Israels begangen ...