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Offizielle Presse-Erklärungen:

 

"Einspruch an das BMI der BRD zur ..."
Autor: JBiD e.V. BUNDES-SEKRETARIAT
Datum: 5.7.2006 17:13

BMI
Bundesministerium des Inneren
PF: 170290
D-53108 Bonn

Freitag, 30. Juni 2006
BUNDES-RAT/SEKRETARIAT
taw/bmi-6/06/05
OBRIGHEIM
M II 4 – 937040/19

 

Antrag des JBiD e.V. auf die Anerkennung der JENISCHEN Minderheit in der BRD.
Hier: Erneuter Einspruch gegen die von vorneherein Abschlägige Entscheidungspolitik der BRD gegenüber dem JENISCHEN Volk.

 

Sehr geehrte Fr. Hilger,

als erstes möchten wir uns an dieser Stelle für Ihre Kenntnisnahme um die Belange der JENISCHEN Minderheit in Deutschland herzlich bedanken.

Leider haben Sie aber meine Ausführungen etwas mißverstanden, dies stelle Ich jedoch gerne richtig. Fr. Hilger, das JENISCHE Volk ist nach neuesten Wissenschaftlichen Erkenntnissen eine der ältesten europäischen Volksgruppen überhaupt.

Ebenso sagen neuere Publikationen Namenhafter Wissenschaftler, z.B. von der Uni-Innsbruck u.v.m. klar aus, das die JENISCHE Sprache eine eigene Sprache aus einer eigenen, JENISCHEN Kultur ist. Das JENISCH wird von den meisten JENISCHEN gesprochen, auch die jüngeren sprechen nach wie vor auch JENISCH und geben es auch an Ihre Mitschüler in Teilen weiter.

Hier durch entstehen dann die JENISCHEN Einflüsse in der erwähnten Jugendsprache. Warum verweigert man dem JENISCHEN Volk in der BRD vehement die zu Recht geforderte Anerkennung!?

In der Schweiz wurde das JENISCHE Volk nach ebenfalls Jahrhundertelanger Rechtsbeugung durch den Staat, endlich als Minderheiten Volk anerkannt. In Österreich ist dies schon soweit abzusehen und ist nur noch eine Frage der Zeit. Warum erfährt nicht auch uns JENISCHEN endlich die Gerechtigkeit, die den anderen Holocaust-Opfern in der BRD schon lange widerfahren ist!?

Mit welcher Moralischen Grundlage kann man eine Unterteilung der Holocaust-Opfer in „Klassen“ rechtfertigen!? Als man damals nicht EIN Mahnmal für alle Holocaust-Opfer erbaut hat, sondern nur für die JÜDISCHEN Opfer dieses Verbrecher-Regimes, hat man die als ZIGEUNER verfolgten Opfer sowieso schon zu Opfern der 2. Klasse erklärt.

Dann erkennt man in der BRD die Sinti & Roma, die nachweislich NACH dem JENISCHEN Volk in Europa umherreisten alös ethnische Minderheit und gewährt Ihnen Schutz und Unterstützung zum Erhalt Ihrer Kultur.

Vollkommen Rechtens, natürlich. Aber, warum wird dann mit dem JENISCHEN Volk nicht genauso verfahren!?

Gilt in der BRD denn der Gleichheits-Grundsatz nicht mehr für alle!? Sind dann manche etwas „gleicher“!? Allein an diesem Punkt liegt schon ein klarer Rechtsbruch nach Deutschem Recht vor.

Viele Tausend JENISCHE wurden von den NS-Schergen als „Asoziale“ oder „Zigeuner“ verfolgt und zu tausenden in den KZ ermordet.

Kein JENISCHER erhielt hierfür bisher eine Entschädigung oder auch nur eine Entschuldigung, was den anderen Holocaust-Opfern allen widerfahren ist. Uns geht es nicht um finanzielle Entschädigungen für diese Schreckenszeit, Fr. Hilger.

Die meisten der Opfer sind schon lange tot oder uralt. Aber, Fr. Hilger, so kann und darf man in einem Rechtsstaat nicht mit dem Andenken und der Würde unserer Opfer umgehen.

Auch sollte die BRD Ihre Politik gegenüber dem JENISCHEN Volk nun endlich einmal neu überdenken, denn eine solche Menge von Menschen (BRD ca. 500 000 E.U. ca. 3 Millionen) kann man nicht ewig totschweigen oder ignorieren.

Wir möchten hier noch einmal auf geltendes Deutsches & Internationales Recht verweisen und beantragen erneut die Anerkennung der JENISCHEN in Deutschland als Minderheiten Volk.

Weiter fordern wir die gleiche Anerkennung und Würdigung unserer JENISCHEN Opfer während der NS-Diktatur wie sie den anderen Holocaust-Opfern schon lange zu teil wurde.

Bei einem Mahnmal, das für die „als ZIGEUNER verfolgten“ dieser Zeit stehen soll, darf man die JENISCHEN Opfer nicht ausschließen, geschweige denn Ignorieren!

Wir beantragen hier in aller Form die Einhaltung und Wahrung unserer Menschen & Völkerrechte, denen sich auch die BRD in Internationalen Abkommen verpflichtet hat. Wir fordern den gleichen Schutz und die gleiche Unterstützung zum Erhalt unserer JENISCHEN Kultur wie sie andere Minderheiten in Deutschland auch erfahren. Der Gleichheits-Grundsatz allein schreibt dies schon zwingend vor!

Ist es in der BRD auch im 21. Jahrhundert noch nicht möglich in einem angeblichen Rechtsstaat BR DEUTSCHLAND,

und zwar ohne für alle Seiten unangenehme Gerichtsverfahren, großangelegte Demos oder wie bei anderen bereits erfolgt mit Medienwirksamen Hungerstreiks vor dem Reichstag usw. einen klaren Rechtsbruch zu beseitigen um sich dann GEMEINSAM auf die Zukunft zu konzentrieren!?

Wir verbleiben in der Hoffnung das wir in dieser Angelegenheit doch noch einen Konsens finden können und bitten bis dahin um einen Persönlichen Besprechungs-Termin, in dem Ihnen eine Delegation von JENISCHEN Verbands-Vorsitzenden aus Deutschen Raum (inkl.

A/CH/Elsass), die zum Teil der UJME angeschlossen sind, gerne unsere Argumente und Beweise usw. vorbringen werden.

 

Mit freundlichen Grüßen
Timo A. Wagner

 

Vorsitzender General-Sekretär im BUNDESRAT des JBiD e.V.