Sekretariat für Öffentlichkeitsarbeit & Presseservice im Bundessekretariat d. J/B/i/D e.V.:

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Offizielle Presse-Erklärungen:

 

"Offizielle Protestnote des ..."
Autor: Bundesrat des J/B/i/D e.V.
Datum: 13.12.2006 1:39

 

An den Präsidenten der
Islamischen Repuplik des IRAN,
Herrn Mahmud Ahmadinedschad

 

An den Aussenminister der
Islamischen Repuplik des IRAN
Herrn Manutschehr Mottaki

 

Offizielle Protestnote des
Bundesrates der JENISCHEN in der BR Deutschland zur kürzlich stattgefundenen zweitägigen
"Holocaust-Konferenz" in Teheran ...

 

Sehr geehrter Herr Präsident,
Sehr geehrter Herr Aussenminister,

 

zutiefst schockiert nahm auch die JENISCHE Minderheit, Ihreszeichens wie die Juden, die Sinti & Roma explizite Opfer des von Ihnen immer wieder in die Welt der Myhten verwiesenen Holocaust`s durch den NAZI-Terror im Dritten Reich, von Ihrer äusserst verabscheuungswürdigen "Holocaust-Konferenz" Kenntnis.

Ihre unwürdige Art und Weise wie Sie auch über die vielen hundertausenden von Opfern dieses Menschenverachtenden Verbrecher-Regimes urteilen, Ihre Leiden und Ihre Opfer leugnen ist weder eines Staatsoberhauptes noch seiner Vertreter würdig und wird auch von der JENISCHEN Minderheit weltweit auf das schärfste verurteilt! Herr Präsident, indem Sie die Opfer des Holocaustes in einer solch verwerflichen Art und Weise beleidigen und Ihr Andenken beschmutzen machen Sie sich in einer Art und Weise an diesen Verbrechen mitschuldig, die in einer Weltgemeinschaft des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr finden sollte, schon gar nicht in den Reihen der Staatsoberhäupter die diese Weltgemeinschaft mit represäntieren wollen.

Nicht nur das Sie sich und Ihr Land mit solchem unwürdigem und unverantwortlichen Verhalten weltweit in jeder nur erdenklichen Weise noch mehr isolieren, Ihr Volk damit weiter unnötigem Leid aussetzen und nicht zuletzt auch den Weltfrieden, vollkommen sinnlos (!) weiter erheblich gefährden, sollten Sie sich schlicht und einfach schämen in einer solch verwerflichen Art über die Millionen von Toten dieser Zeit zu lästern! Ein Staat der die Achtung der Weltbevölkerung und einen im angestammten Platz in der Weltgemeinschaft einnehmen will kann und darf sich nicht an einer solch billigen Art der Propaganda, die eher in einem Reischspropaganda-Ministerium der NAZI-Regierung zu vermuten wäre als in einem Staat der sich auch noch in der Weltöffentlichkeit als "Gottesstaat" verkaufen will!

Alle, egal ob Christen, Juden oder Muslime beten zu EINEM Gott der ALLEN Menschen das Leben einhauchte ....

Kein Mensch und auch kein Staat hat das Recht sich über diese Gabe Gottes hinwegzusetzen und schon gar nicht Verbrechen solchen Ausmaßes zu leugnen, Herr Präsident! Im Namen der JENISCHEN Minderheit, die wie bereits erwähnt ebenfalls zu den Opfern zählt die Sie in Ihrer Version der "Wannsee-Konferenz" in Teheran leugenen fordere Ich Sie hiermit auf diesen unredlichen Kurs Ihrer Politik, auch im Interesse Ihres Landes und Ihres Volkes, das nach wie vor unter den Folgen IHRER (!) Politik unnötigem Leid ausgesetzt ist zu ändern und die Verbrechen des Holocaustes ohne wenn und aber in den bereits erwiesenen Ausmaßen öffentlich anzuerkennen. Das Jüdische Volk hat wie alle anderen Völker dieser Erde auch das Recht auf eine Existenz in Friede und in Freiheit, das Ihnen weder Sie noch irgendein anderer Mensch absprechen kann und darf!

Terror und Gewalt generell sind weder die Lösung von Konflikten noch werden damit die eigentlichen Probleme Ihrer Region auch nur annähernd gelöst, wenn der Staat Iran durch solch unüberlegte und ausgesprochen verwerfliche Aktionen versucht seiner völlig inaktzeptablen Israelfeindlichen Politik einen "Pseudowissenschaftlichen" und ja fast schon Paradoxen Anstrich zu geben ist das sicherlich für Ihr Land und dessen sowieso schon mehr als angeschlagenen Ansehens in der Weltgemeinschaft nur Kontraproduktiv.

Im Namen der JENISCHEN Holocaustopfer fordere Ich sie weiter auf sich öffentlich für Ihren Frevel an diesen zu entschuldigen und hoffe darauf das auch Sie noch rechtzeitig erkennen wohin Ihr blinder hass und die völlig sinnlose Gewalt die Sie und Ihr Regime unterstützen, letztendlich nur führen kann und mit absoluter Sicherheit auch führen wird. Herr Präsident, weder der Gott der Christen noch der Gott der Muslime oder der Juden ist ein Gott der Gewalt, finden sie nicht auch das schon viel zu viel Elend und Leid in der Weltgeschichte angeblicherweise im Namen des jeweiligen (selben) Gottes verbreitet wurde? Angesichts der Tatsache das wir eigentlich alle zu dem einen Gott beten und alle den einen Gott verehren, wir alle davon überzeugt sind das gerade dieser eine Gott ein Gott der Liebe und des Friedens ist sollten Sie sich tatsächlich nocheinmal Ihr vorgehen vor Augen führen und erkennen in wie weit Sie hier schon dem falschen Weg gefolgt sind und dies noch immer tun. Ich bete zu dem einen Gott der uns ALLE geschaffen hat das er Ihnen und Ihren Leuten endlich die Augen öffnet und Sie von dem Weg der Gewalt und der Schändung von längst bewiesenen Opfern (auch unseren vielen tausenden von JENISCHEN Opfern des Holocaustes, den Sie so vehement verleugnen) abbringt ....

 

Im Namen der JENISCHEN Minderheit und deren Holocaustopfern

 

Timo A. Wagner
Vors. des Bundesrates der JENISCHEN in Deutschland