Sekretariat für Öffentlichkeitsarbeit & Presseservice im Bundessekretariat d. J/B/i/D e.V.:

Das offizielle Pressearchiv des J/B/i/D e.V. bei OpenPR.de

 

Offizielle Presse-Erklärungen:

 

"Offizielle Protestnote des J/B/i/D ..."
Autor: Bundes-Sekretariat
Datum: 14.12.2006 11:37

 

An den
Präsidenten des
BUNDESRATES
der BR Deutschland
Nur zur Pers. Vorlage!

 

Offizielle Protestnote des J/B/i/D e.V.
zur erneuten Diskriminierung der JENISCHEN Minderheit, leider auch durch Ihr Hohes Haus, bezüglich
der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Unterzeichnung des sogenannten Auschwitz-Erlasses!

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

 

verwundert stellen wir immer wieder fest das man von Seiten der deutschen Politik im Zusammenhang mit der Verfolgung von "Zigeunern" immer nur den Sinti & Roma gedenkt. Warum ist das trotz unzähliger wissenschaftlich belegten Fakten noch immer so!?

Meine Frage an Sie, Hr. Präsident: Aktuell beschloss Ihr Haus zusammen mit dem Bundestag auch das neue AAG, meines Wissens nach trat dieses Gesetz bereits im August 2006 in Kraft. Widerspricht es sich da nicht dass man die vielen tausenden von JENISCHEN Opfern. die ja auch als "Zigeuner" verfolgt wurden, einfach ignoriert? Zutiefst entäuscht über diese immer noch andauernde Diskriminierung unserer Minderheit in der BRD bitten wir hiermit offiziell um eine Überprüfung dieser inaktzeptablen Gegebenheit und in der Folge dann natürlich auch für die JENISCHEN Holocaustopfer um die Gerechtigkeit, die den anderen betroffenen Volksgruppen seit Jahren schon widerfahren ist.

Aber vor unserem Gesetz (AAG!?) sind wohl leider auch in der BRD wohl manche einfach nur doch etwas "Gleicher" (!?) wie andere? Im Glauben an unseren Rechtsstaat wenden wir uns daher vertrauensvoll an Ihre Person und hoffen das wenigstens Ihr Hohes Haus sich nicht weiterhin an einer solch verwerflichen Art und Weise, wie die Bundesregierung hier mit Minderheiten und deren Opferverbänden mit zweierlei Maß misst, beteiligen und damit auch mitschuldig machen will.

Der Deutsche Staat trägt doch die Verantwortung gegenüber ALLEN Opfern Nationalsozialistischer Gräueltaten und gerade eine Gedenkveranstaltung bezüglich des Jahrestages eines sog. "Ausschwitzerlasses", in dem die JENISCHEN explizit erwähnt werden (Zigeuner-Mischlinge" und "nach Zigeunerart Lebende" sowie "Asoziales Leben"), erwähnt und benannt werden kann und darf die JENISCHEN und Ihre Vertreter doch nicht ausschliessen ....

Im Namen der JENISCHEN Minderheit und deren Opfer dieser Zeit sowie deren Hinterbliebenen wünsche Ich Ihnen und Ihrem Hohen Haus eine besinnliche und friedliche Adventszeit sowie ein gesegnetes Weihnachtsfest, das leider Gottes für viele noch lebende Opfer und für die Hinterbliebenen der JENISCHEN Holocaustopfer auch dieses Jahr wieder ein Weihnachten in Diskriminierung und Verleugnung von vielen tausenden von Opfern durch den Deutschen Rechtsstaat sein wird ...

 

Hochachtungsvoll

Timo A. Wagner
Vors. d. Bundesrat`s der JENISCHEN in Deutschland - J/B/i/D e.V.
Mitglied im EUROPARAT der Union der JENISCHEN Minderheit in Europa